Barbera

Barbera

Der Ceste Barbera ist einer der bekanntesten Weine überhaupt in Italien. Warum ist dies der Fall und was macht gleichzeitig die Barbera Traube so beliebt?


Die Barbera Traube ist die zweitwichtigste Rebsorte im Piemont. Dies liegt zum einen an der lebendigen Säure, welche die Traube auszeichnet und hinzukommt, dass die Rebe als sehr robust und pflegeleicht gilt. Um die Barbera bilden sich die bekannten Landschaften von Asti, Alba und Alessandria ab. Für Barbera Weine sind eine späte Reife, eine ertragreiche Ernte, die kräftige Säure und wenig Gerbstoffe typisch. Entscheidend für die Geschmacksrichtung ist jedoch das Terroir. Hier gibt es zweierlei Kategorien. Entweder fruchtige, taninarme und Weine mit hohem Säuregehalt, oder wie im Superiore Bereich, konzentriert, kraftvoll und mit viel Würze versehen. Was jedoch alle Weine aus der Barbera Traube miteinander vereint, ist das unverwechselbare und einzigartige Kirscharoma.

Die Geschichte der Barbera Weine ist keineswegs so glanzvoll und erfolgreich, wie es sich nach heutigen Stand vermuten lässt. In den 80er Jahren wurde der Wein gar als Bauernsaft bezeichnet und maximal als billiger Industriewein verwendet. Zusätzlich stand Barbera Langezeit im Schatten von der höherwertig angesehenen Nebbiolo Traube. Ein Grund hierfür ist, dass die Barbera-Rebe nicht in der Langhe-Zone angebaut und ihr deshalb unter anderem bis heute der DOCG Status nicht anerkannt wird. Mittlerweile ist der Bricco dell’Uccellone ein Klassiker der Neuzeit und durch seine Qualität hob er die Barbera Weine auf ein neues Niveau. Aktuell ist der Trend was Barbera Weine angeht jedoch zweigleisig. Zu einem werden die Weine gerne jung getrunken und besitzen hierbei eine fruchtige frische. Anderseits gibt es aber die auch die preisliche etwas höhere Kategorie, die eine kräftige Stilistik aufweist und zumeist als Superiore-Klassifikation bezeichnet wird.